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Bestversorgung bei einem Herzinfarkt in Gelsenkirchen
Die Abteilung für Kardiologie, Angiologie und Interne Intensivmedizin am Marienhospital Gelsenkirchen (MHG) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) als Chest Pain Unit (CPU) zertifiziert: Erfahrene Mitarbeiter, eine moderne apparative Ausstattung, koordinierte Abläufe, bestmögliche Diagnostik und Therapie ohne Zeitverlust senken die Infarktsterblichkeit von früher über vierzig auf heute unter fünf Prozent Bei einem Herzinfarkt entscheidet maßgeblich der Faktor Zeit und die Qualität der Erstversorgung über das weitere Schicksal des Patienten. Wie aber lässt sich Zeit sparen? Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie hat die Kriterien festgelegt, die eine optimale Versorgung garantieren. Abteilungen, die diesen Anforderungskatalog erfüllen, zeichnet sie als Chest Pain Unit aus. Die Kardiologie am Marienhospital Gelsenkirchen, eine der größten kardiologischen Abteilungen Deutschlands, hat sich diesem Verfahren gestellt. Prof. Heiner Blanke, Chefarzt der Abteilung: „Wir hatten überhaupt kein Problem, diese Zertifizierung zu erhalten. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen, den Rettungsdiensten, den umliegenden Kliniken und unserer mehr als zwanzigjährigen Erfahrung haben wir alle Anforderungen direkt erfüllen können.“ Bereits seit Anfang der neunziger Jahre ist in der Abteilung, die über drei Herzkatheterlabore verfügt, eine leistungsstarke Rufbereitschaft etabliert worden. Prof. Blanke und die vier langjährig erfahrenen Oberärzte Michael Kemmerling, Dr. Stephan Busse, Dr. Igor Janda und Dr. Ralf Doliva sind ohne Zeitverlust für die Behandlung der Patienten im Herzkatheterlabor bereit. Sogar an Wochenenden, Feiertagen und in den Nachtstunden vergehen zwischen der Meldung eines Infarktes durch das Notarztsystem und dem Untersuchungsbeginn nur circa zwanzig Minuten. Immer ist bereits das gesamte Material vorbereitet und griffbereit .Bei den jährlich mehr als 6.000 Herzkathetereingriffen ist zwischen Medizinern, Pflegenden, Labor und weiteren Fachabteilungen alles eingespielt. Hier geht es schnell, alle Handgriffe sitzen und die Abläufe greifen wie Zahnräder ineinander, um das Leben des Patienten zu schützen oder zu retten. Prof. Heiner Blanke und sein Team gelten auch überregional als ausgewiesene Spezialisten. Ihnen werden Patienten von Ärzten und Kliniken im gesamten Umkreis zugewiesen. Recklinghausen, Wanne, Wattenscheid, Marl, Dorsten, Gladbeck gehören zum direkten Patientenkreis - viele kommen aber auch von weiter her, um die anerkannte Expertise der Abteilung für sich zu nutzen. Prof. Heiner Blanke: „Natürlich freuen wir uns, dass mit der Zertifizierung unsere Leistungen sichtbar werden. Aber ich möchte die Bestrebungen der DGK nach mehr CPUs in Deutschland wirklich von ganzem Herzen unterstützen. Wir sind heute dazu in der Lage, unsere Patienten sehr effektiv zu therapieren und ihnen entscheidend helfen zu können. Dafür muss aber alles stimmen: die Qualifikation der Mitarbeiter, die Organisation der CPU und die gesamte apparative Ausstattung. Die DGK hat hier gute Kriterien zusammengestellt und mit der Zertifizierung wird zudem ein Anreiz gesetzt, diese Anforderungen an eine moderne High-Tech-CPU auch anderorts Realität werden zu lassen.“ |



Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung für „Chest-Pain-Units“

